Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, da und dort zeigt sich bereits der Nebel und im T-Shirt gehen nur noch die ganz hitzigen Kerle vor die Tür – es ist ganz unverkennbar: Der Hebst ist da! Gestern beim Laubwischen fand ich den Gedanken irgendwie schade all die Blätter mit ihren wunderschönen Farbschattierungen einfach auf den Mist zu werfen und verrotten zu lassen. Darum hab ich mir gedacht, ich such mir mal ein paar Anleitungen für schöne Basteleien heraus, mit denen sich das erwartete triste Wetter hoffentlich überbrücken lässt. Die Ideen, die mich am meisten überzeugt haben, möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Als allererstes geht es darum, die richtigen Blätter zum Basteln zu sammeln. Achten Sie darauf, dass alle Blätter möglichst sauber und noch feucht sind, damit sie nicht bereits auf dem Heimweg zerfallen. Falls Sie nicht selber Laubbäume im Garten haben, finden Sie auf Wald- und Parkböden momentan bunte Blätter in Hülle und Fülle.

Herbstzeit gleich Bastelzeit

Trocknung der Blätter – es kann auch schnell gehen

Neben dem konventionellen Trocknen der Blätter zwischen Zeitungs- oder Katalogseiten gibt es noch eine ganz einfache Möglichkeit, Pflanzenteile länger haltbar zu machen: Man taucht sie in Wachs. Dies ist eine sehr praktische Alternative, die nicht nur um einiges schneller geht, sondern dem Laub auch einen wunderschönen Glanz verleiht. Benötigt werden hierfür neben dem Laub lediglich Wachsreste und Backpapier. Erwärmen Sie das Wachs vorsichtig auf dem Herd und lassen es anschliessend soweit abkühlen, dass Sie sich nicht mehr die Finger daran verbrennen. Nun dürfen auch die Kinder helfen! Ziehen Sie die Blätter nacheinander vorsichtig durch das Wachs und lassen Sie sie anschliessend auf dem Backpapier aushärten. Bereits nach einer Minute sind die Blätter bereit zur Weiterverarbeitung.


Leuchtende Blättergirlande – die Laubkette mit dem gewissen Etwas

Das Schöne kann so einfach sein! Für eine leuchtende Blättergirlande benötigen Sie die mit Wachs überzogenen oder konventionell getrockneten Blätter, Basteldraht und eine Lichterkette. Nehmen Sie ein Blatt nach dem anderen und befestigen Sie jeweils ein Stück Basteldraht am Stiel. Lassen Sie anschliessend Ihre Kinder die Blätter mit dem Draht an die Lichterkette anknüpfen. Wenn alle Blätter dort sind, wo Sie sie haben möchten, hängen Sie die Girlande an den gewünschten Platz und schliessen Sie sie an und bestaunen Sie die tollen Farben! Tipp: So eine Girlande macht sich besonders gut als dekorative Abendbeleuchtung im Eingangsbereich Ihres Hauses.


Laubkranz für die Haustür – ein schicker Willkommensgruss

Dies ist eine etwas aufwendigere Sache, jedoch kann sich das Ergebnis blicken lassen. Sie brauchen neben den mit Wachs überzogenen oder konventionell getrockneten Blättern einen dicken Draht, Blumendraht und roten oder braunen Bindfaden. Zuerst bilden Sie kleine Sträusse mit jeweils fünf bis sechs der gesammelten Blätter und binden Sie diese mit dem Faden zusammen. Für den ganzen Kranz werden ungefähr 50 solcher Mini-Sträusse benötigt. Anschliessend biegen Sie den dicken Draht zu einem Kreis mit etwa 20cm Durchmesser. Nun legen Sie die Sträusse auf den Drahtkreis und befestigen diese alle in der gleichen Richtung nacheinander mithilfe des Blumendrahts an dem Drahtkreis. Dabei sollten Sie darauf achten, dass jeder neue Strauss die Stiele des vorherigen überdeckt. Der fertige Kranz lässt sich wunderbar mit einer schönen Schnur oder einem farblich passenden Band an der Tür befestigen. Tipp: Für so einen Laubkranz eignen sich Ahornblätter am besten.


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