Raus in die Natur - Spielideen für im Wald mit Kindern

Der Wald ist ein richtiger Abenteuerspielplatz für Kinder. In der Natur zu spielen macht nicht nur Spaß, sondern auch kreativ und powert die Kinder so richtig aus. Das Spielen an der frischen Luft tut der Gesundheit und der Seele gut. Über Wurzeln springen, auf Stämmen balancieren oder nach Insekten suchen - Der Wald bietet unzählige Möglichkeiten zu spielen, zu entdecken und dabei auch noch zu lernen. Im Wald entdecken Kinder viele interessante Objekte und lernen ihre Umwelt auf eine natürliche und spielerische Art und Weise kennen.

Oft erfinden die Kinder im Wald ihre eigenen Spiele und wenn nicht, dann gibt es hier 20 tolle und lustige Spieleideen, die definitiv für gute Laune sorgen und dabei auch noch das Lernen mit allen Sinnen fördern.

 

1. Die Stimmen des Waldes

Dieses Spiel eignet sich insbesondere für Kinder, die schon etwas älter sind. Hierbei muss sich jeder die Augen schließen und für zwei Minuten ganz leise lauschen. Welche Geräusche kann das Kind hören? Den Wind, das Rascheln der Blätter oder das Zwitschern der Vögel? Anschließend wird über das Gehörte gemeinsam gesprochen. Wenn das Kind etwas älter ist, kann man zudem auch versuchen, die verschiedenen Vogelgesänge den jeweiligen Vogelarten zuzuordnen.

2. Wer ist der Waldkönig?

Für dieses Spiel muss jedes Kind erstmals drei Baumzapfen sammeln. Danach wird gemeinsam nach einem Baumstamm gesucht. Je nach Alter des Kindes wird ein Abstand festgelegt, von dem aus man die Zapfen auf den Baumstamm werfen muss. Der Spieler, der den Baumstamm am häufigsten trifft, wird zum Waldkönig gekrönt. Tipp: Nicht vergessen, aus den Zapfen eine Krone zu basteln!

3. Bilder in der Realität finden

Hierbei handelt es sich um ein lehrreiches Waldspiel, das jedoch etwas Vorbereitung benötigt. Zuerst muss man sich für ein ganz bestimmtes Revier im Wald entscheiden, in dem es zahlreiche Pflanzen- und Baumarten gibt. Mama oder Papa müssen von ausgewählten Pflanzen- und Baumarten erstmals Fotos machen, die Zuhause ausgedruckt werden. Anschließend geht es gemeinsam in den Wald und das Kind muss anhand der Bilder, die jeweiligen Pflanzenarten in der Realität finden. Vor allem ältere Kinder lernen durch dieses Spiel ihre heimische Natur besser kennen.

4. Waldschätze und ihre geheimnisvollen Geschichten

Zuerst geht es auf Schatzsuche in einem zuerst vereinbarten Gebiet. Jeder muss nach einem Gegenstand im Wald suchen, der ihm besonders gut gefällt. Wenn jeder seinen Gegenstand gefunden hat, treffen sich alle wieder am Ausgangspunkt und die ausgesuchten Objekte werden einander vorgestellt. Hierbei muss jeder erklären, warum er sich gerade für diesen Gegenstand entschieden hat. Danach werden die verschiedenen Waldschätze auf den Boden gelegt und die Spieler bilden einen Kreis darum. Der erste Spieler beginnt, indem er einen Gegenstand seiner Wahl in die Hand nimmt und anfängt den ersten Satz einer ausgedachten Geschichte zu erzählen. Anschließend nimmt der nächste Spieler einen der Waldschätze in die Hand und erzählt den zweiten Satz der erfundenen Geschichte und so geht es weiter, bis die geheimnisvolle Geschichte endet.

5. Der Waldkünstler

Bei diesem Spiel geht es mit der ganzen Familie in den Wald. Jeder Spieler muss mit einer Sammeltasche ausgestattet sein, in die er verschiedenste Objekte, die er im Wald findet, einpackt. Das können beispielsweise Blätter, Blumen, Steine oder auch Zweige sein.

Wenn genügend Gegenstände gesammelt wurden, geht es ab nach Hause. Zuhause wird dann alles auf ein großes, weißes Stück Papier ausgelegt und ein richtiges Kunstwerk konstruiert. Mit den gefundenen Objekten kann man kleben, zeichnen und sich so richtig austoben. Anschließend kann man die einzelnen Kunstwerke vergleichen und vielleicht auch einen Contest machen.

6. Wer bin ich?

"Wer bin ich" ist ein unglaublich beliebtes Spiel und macht im Wald ganz besonders viel Spaß. Hierbei bekommt jeder Spieler einen Zettel auf den Rücken geklebt mit einem Tier-, Baum- oder Pflanzennamen. Die Spieler wissen hierbei jedoch nicht, was auf ihrem eigenen Rücken steht, sondern kennen nur die Namen der anderen Spieler.

Der erste Spieler darf beginnen eine Frage zu stellen, die von den anderen Spielern jedoch nur mit Ja oder Nein beantwortet werden darf, wie beispielsweise "Bin ich ein Tier?", "Esse ich andere Tiere?" oder "Bin ich braun?". Jeder Spieler darf pro Runde nur eine Frage stellen und muss so schnell wie möglich herausfinden, was auf seinem Rücken steht. Wer herausfindet, was auf seinem Rücken steht, darf den Zettel anschließend auf die Brust kleben.

7. Auf Baumsuche

Bei diesem Spiel werden einem Spieler die Augen verbunden und er wird von den Mitspielern über Umwege zu einem ganz bestimmten Baum geführt. Der Spieler mit den verbundenen Augen muss den Baum fühlen und versuchen sich den Baum zu merken. Anschließend wird der Spieler wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht und die Augenbinde wird abgenommen. Jetzt muss er versuchen den Baum zu finden, den er davor berührt hat.

8. Zapfenhüpfen

Zapfenhüpfen macht ganz viel Spaß und alles, was man dafür benötigt ist eine Schnur an deren Ende man einen Zapfen bindet. Die Spieler stellen sich in einem Kreis auf. Ein Spieler ist der Zapfenschnur-Schwinger und steht in der Mitte des Kreises. Die Zapfenschnur sollte dabei ca. 50 cm länger sein, als der Abstand zu den Kindern, die im Kreis stehen. Danach muss der Schwinger die Schnur am Boden entlang im Kreis schwingen. Die restlichen Kinder müssen versuchen der Zapfenschnur hüpfend auszuweichen. Wer von der Schnur getroffen wird, scheidet aus und wird anschließend zum Zapfenschnur-Schwinger.

9. Welcher Tannenzapfen fliegt am weitesten?

Jeder Spieler darf sich im Wald einen Tannenzapfen aussuchen und muss sich anschließend auf einer Line aufstellen. Auf das Startkommando müssen alle Spieler versuchen ihren Tannenzapfen so weit wie möglich in den Wald zu werfen. Welcher Tannenzapfen flog am weitesten?

10. Adlerauge

Mit Stecken oder anderen Waldobjekten wird auf dem Waldboden ein ca. 3 m2 großes Quadrat markiert. Dieses Quadrat muss von allen Spielern genauestens angeschaut und gemerkt werden. Anschließend müssen sich alle Spieler umdrehen und ein Spieler darf am Quadrat ein paar Veränderungen vornehmen. Er kann beispielsweise Äste dazulegen oder ein paar Blätter wegnehmen, vielleicht auch einen Stein woanders hinlegen. Wenn er mit den Veränderungen fertig ist, dürfen sich die anderen Spieler wieder umdrehen und müssen nun versuchen herauszufinden, was geändert wurde. Wer hat die schärfsten Augen und entdeckt alle Veränderungen? Der Gewinner darf als nächstes verändern!

11. Stein wiedererkennen

Alle Spieler suchen sich im Wald einen Stein, den sie ganz genau fühlen müssen, um in später wiederzuerkennen. Anschließend werden einem Spieler die Augen verbunden. Der Spieler muss nun mit verbundenen Augen die verschiedenen Steine der Mitspieler fühlen und seinen eigenen Stein wiederfinden. Hat er das geschafft, darf er entscheiden, wer sich als nächstes die Augen verbinden muss.

12. Seile spannen

Für dieses Spiel wird ein Seil am Boden entlang verlegt, sodass es eine Route bildet. Anschließend müssen die Spieler mit verbundenen Augen, ohne Schuhe am Seil entlang balancieren, bis sie das Ende erreicht haben.

13. Der Baum im Jahr

Dieses Spiel funktioniert in Paaren. Wenn sich alle Paare zusammengeschlossen haben, wird entschieden, wer von den beiden zuerst der Baum ist.

Der Spielleiter erzählt nun eine Geschichte, was der Baum in den vier Jahreszeiten so erlebt und lässt dabei seinen Baum-Partner die Geschichte aktiv miterleben. Wenn es beispielsweise im Winter Schnee auf den Baum rieselt oder sich Vögel in der Nackenmulde ein Nest bauen, der Specht in der Achselhöhle nach Käfern sucht oder sich ein Wildschwein am Stamm des Baumes kratzt, dann muss der Partner auch tatsächlich in die Knie gehen und sich an den Beinen des Partners, wie ein Wildschwein kratzen. Die übrigen Spieler müssen dem Spielleiter alles nachmachen, bis die Geschichte vom Baum fertig erzählt und dargestellt wurde. Dann wird gewechselt!

14. Das Borkenkäferspiel

Bei diesem Spiel werden die Spieler in drei Gruppen unterteilt. Zuerst stellen sich die Spieler in einem Kreis auf und halten ihre Hände hinter dem Rücken. Der Spielleiter wandert nun im Kreis und drückt entweder die rechte, die linke oder beide Hände der einzelnen Spieler. Wird die rechte Hand gedrückt, so ist der Spieler ein gesunder Baum. Wird die linke Hand gedrückt, so ist der Spieler ein kranker Baum und wenn beide Hände gedrückt werden, so verwandelt sich der Spieler in einen Borkenkäfer.

Die Bäume müssen geheim halten, ob sie gesund oder krank sind und verteilen sich in der nahen Umgebung. Die Borkenkäfer bekommen nun eine vorher festgelegte Anzahl von Schritten, die sie von Baum zu Baum machen dürfen und fragen den jeweiligen Baum leise, ob er gesund oder krank ist. Ziel des Käfers ist es, einen kranken Baum zu finden, in den er sich einbohren kann. Wenn er jedoch alle Schritte verbraucht hat, ohne einen kranken Baum zu finden, stirbt er. Wenn sich fünf Borkenkäfer in denselben Baum eingebohrt haben, stirbt der Baum und wird selbst zum Borkenkäfer und alle Spieler erhalten wieder die vorher bestimmte Schrittanzahl.

Ein Mitspieler kann zusätzlich auch als Fressfeind (Specht) eingesetzt werden und erhält eine größere Schrittanzahl, als die Borkenkäfer. Sein Ziel ist es, mit den vorgegebenen Schritten einen Borkenkäfer zu essen, schafft er es nicht, verhungert er und wird ausgeschieden. Wenn er den Käfer jedoch mit der vorgegebenen Schrittanzahl erreicht, erhält er wieder die volle Schrittzahl und darf versuchen den nächsten Käfer zu essen.

15. Spuren lesen

Für dieses Spiel benötigt man eine matschige Fläche im Wald. Alle Spieler drehen sich mit dem Rücken zu dieser Fläche, schließen die Augen und halten sich die Ohren zu. Der Spielleiter tippt einem der Spieler auf die Schulter. Der auserwählte Spieler muss einen Fußabdruck in der Matschfläche hinterlassen. Wenn der Spieler seinen Platz wieder eingenommen hat, können die anderen Spieler ihre Augen und Ohren wieder öffnen. Jetzt muss es ihnen gelingen, herauszufinden, welcher Spieler den Abdruck hinterlassen hat. Derjenige, der es herausfindet, wird zum nächsten Spielleiter.

16. Seinen Partner finden

Es werden je zwei Zweige der gleichen Baum- oder Pflanzenart geschnitten und an die Spieler verteilt, während sie sich die Augen zuhalten. Die Zweige müssen am Rücken gehalten werden und dürfen nicht gesehen werden. Nun müssen die Kinder von Spieler zu Spieler gehen und die Zweige der anderen betasten, bis sie ihren Partner gefunden haben, der den Ast der gleichen Baum- oder Pflanzenart hinter seinem Rücken hält.

17. Versteck dich oder stell dich tot

Viele Tiere schützen sich vor ihren Fressfeinden, indem sie sich totstellen und genau darum geht es in diesem Spiel. Zuerst wird auf einem Gelände in einem Abstand von ca. 10 Metern eine Start- und eine Endline festgelegt. Die Endlinie ist hierbei das sichere Versteck der Tiere.

Ein Spieler wird nun zum Fressfeind gewählt und muss sich mit dem Rücken zur Startlinie stellen. Die anderen Spieler müssen versuchen, auf eine davor festgelegte Weise, zum sicheren Versteck (Endlinie) zu gelangen. So müssen die Spieler beispielsweise zu ihrem Versteck kriechen oder hüpfen. Der Fressfeind kann sich jedoch jeder Zeit umdrehen, nur muss er das zuerst mit einem lauten Brüllen ankündigen. Wenn er sich umgedreht hat, darf sich keiner mehr bewegen. Wenn der Fressfeind einen Mitspieler sieht, der sich bewegt, wird er gefressen und scheidet aus. Das Spiel endet, wenn alle Tiere gefressen oder sie das Versteck sicher erreicht haben.

18. Bäumchen, wechsle dich

Alle Spieler müssen sich zu einem Baum stellen. Ein Spieler bleibt in der Mitte stehen und muss ganz laut "Bäumchen, wechsle dich!" rufen. Anschließend müssen alle Spieler ganz schnell ihre Plätze tauschen. Der Spieler in der Mitte muss ebenfalls versuchen, an einen der Bäume zu gelangen. Der Spieler, der es nicht geschafft hat, einen Baum zu ergattern, steht als nächstes in der Mitte.

19. Die blinde Schlange

Alle Spieler müssen sich hintereinander aufstellen und ihre Hände an die Schultern des Vordermannes legen. Anschließend verbindet der Spielleiter allen die Augen, nur nicht dem Kopf der Schlange (dem vordersten Spieler). Wenn der Spielleiter "los" ruft, setzt sich die Schlange in Bewegung. Wenn der Kopf der Schlange auf ein Hinderniss trifft, muss er die entsprechenden Anweisungen geben, sodass die restlichen Spieler auch gefahrlos folgen können. Der Spielleiter muss die Schlange natürlich begleiten und sorgt dabei für die Sicherheit der Mitspieler und dass die Schlangenköpfe auch immer wieder ausgetauscht werden.

20. Bockspringen

 Alle Spieler stellen sich hintereinander in einer Reihe auf. Es sollten zwischen jedem der Spieler ein paar Meter Abstand gelassen werden. Alle Spieler begeben sich nun in die "Bockhaltung". Hierbei müssen sie sich nach vorne beugen, in die Knie gehen und sich mit den Händen an den Knien abstützen. Der letzte der Spieler muss nun über seine Mitspieler hüpfen. Nach dem er über den letzten "Bock" gesprungen ist, reiht er sich nun ebenfalls ein und der wiederum letzte Spieler darf Bockspringen. 

Sie lesen gerade: Raus in die Natur - Spielideen für im Wald mit Kindern